Spitzenkandidat Haigermoser begeisterte in einer fulminanten Rede als einzige Alternative zum (noch) 75%-igen Wirtschaftsbund
Mehr als 200 Personen sind der Einladung der Wirtschaftsliste Salzburg gefolgt und haben den Wahlkampfauftakt in Hellbrunn zur WKS-Wahl am 1. und 2. März begeistert begleitet.
Der Wahlleiter der WLS, Komm. Rat Simon Kornprobst, selbst Unternehmer mit 25 Mitarbeitern und erfolgreicher Lehrlingsausbildner, skizziert einleitend die erfolgreiche Arbeit der abgelaufenen 5-Jahres-Periode des Wirtschaftsparlamentes.
Der Spitzenkandidat der WLS, Vizepräsident Helmut Haigermoser, stellte in einer begeisternden Rede die Position der freien Unternehmerschaft dar, welche sich diametral von der „Käseglockenmentalität“ der anderen wahlwerbenden Gruppen unterschied. Während stets vor den Wahlen von der Politik die „Liebe“ zu den KMU entdeckt wird, wird das tägliche Handeln nur an den Multis ausgerichtet. So z. B. bei der Bevorzugung des „Speckgürtels“ rund um die Landeshauptstadt mit allen Folgeschäden für die Region bis hin zu den Gebirgsgauen. So rechnete Haigermoser vor, dass ein EKZ mehr als 39 (neunundreissig) mal mehr CO²-Ausstoß verursacht als eine innerstädtische Einkaufsstraße mit vergleichbarer Größe.
Wie auch der Stadtverein festgestellt hat, ist für diese wirtschaftsfeindlichen Raumordnungssünden die Landespolitik verantwortlich, im speziellen der Raumordnungslandesrat ÖVP-Eisl. Dass dabei Frau Burgstaller (SP) gemeinsame Sache mit ihrem Spezl VP-Bieringer macht(e), ist ein nicht unbedeutendes Schmankerl am Rande.
Die jüngsten „Ausrutscher“ der Bundesregierung wie z. B. die Forderung von Bundesminister Mitterlehner, die Mineralölsteuer zu erhöhen, um den Tanktourismus nach Salzburg einzudämmen, werden die Tankstellenbetreiber und andere Handelstreibende mit besonderem „Dank“ sehen. Was soll dieser Humbug Herr Mitterlehner – langjähriger Wirtschaftskammergeneral?
Haigermoser forderte einen deutlichen Bürokratieabbau und zitierte aus dem sogenannten „Arbeitnehmerschutzgesetz“, welches selbst für Juristen nicht mehr lesbar ist. Ein „Gustostückerl“ besonderer Art ist, dass dieses Gesetz nicht für Mitarbeiter in den Ländern und Gemeinden gilt. Diese Ungleichheit gehört schleunigst geändert.
Nachdem laut OECD Österreich für KMU ein Hochsteuerland ist und innerhalb der 27 EU-Mitgliederstaaten die sechshöchsten Steuern und Abgaben zu berappen hat, ist die jüngste Forderung hochrangiger Sozialisten, den Steuersatz bis auf 70 % hinaufzu-schrauben, nur mehr als Abzocke übelster Art zu bezeichnen. In dieses Bild passt die Gebührenerhöhungsorgie des „Duo-Infernale“ Bgmst. Schaden und seines geistigen Zwillings Padutsch als weiterer Mosaikstein eines Sparunwillens: Sparen Nein –Abkassieren Ja.
Haigermoser stellte das Wahlprogramm auch für die nächsten 5 Jahre in der WKS vor, welches in weiteren Beitragssenkungen, einem modernen, gerechten Wahlrecht, einer „Entpolitisierung“ der Kammermitarbeiter insbesondere der Bezirksstellenleiter sowie einer stärkeren Mittelstandsvertretung seinen Niederschlag findet.
Jedenfalls sei die WLS froh, nicht in der „Vorhölle“ einer „Stiefmutterpartei“ stets nachfragen zu müssen und erspare sich so peinliche Zurufe von inkompetenten „Ratgebern“.
Abschließend überreichte die Fraktionsobfrau der WLS, Mag. Dorothea Fiedler, den Anwesenden saftige Naturzitronen, um sie mit dem Hinweis auf das satte Gelb und reichlich Vitamin C gegen die Verlockungen der Schalmeienklänge insbesondere des VP-Wirtschaftsbundes zu immunisieren. 75 % für eine Gruppe – nämlich den ÖVP-Wirtschaftsbund – sind eindeutig zu viel. Zu viel Macht macht hoffärtig, so Fiedler.
Darum geht es am 1. und 2. März – Arbeit für alle nur in gesunden Betrieben. Keine Monopole, denn diese treiben nur die Preise in die Höhe. Wie in der Wirtschaft, so auch in der Politik.
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