Leserbriefe der WLS

Kirchturmpolitik endlich überwinden!

Behauptet wird, das kalte Wetter hätte die Bürger von der Bürgermeisterwahl fern gehalten, es wäre um fast nichts gegangen. Gleichzeitig werden allerhand Schlüsse für die anstehende Landtagswahl und die reguläre Gemeinderats- und Bürgermeisterwahl 2019 in der Landeshauptstadt gezogen. Wie man es dreht und wendet, 56 Prozent der Stadt-Salzburger fühlten sich von dieser wichtigen Wahl um ihr Stadtoberhaupt nicht angesprochen. Vor 6 Woche gingen noch mehr als 75 Prozent zur NR-Wahl um ihrer Zukunft eine entsprechende Ausrichtung zu geben.

Dass kaum eine der Stadtparteien, damit kaum ein Spitzenkandidat, eine Vorstellung von der Zukunft und der Entwicklung dieser Stadt hat, ist schwer von der Hand zu weisen. Am Dauerbrenner Verkehrsproblematik betrachtet, wird solange nichts unternommen, bis notwendig gewordene Lösungen umgesetzt werden müssen. Wobei dann alle Parteien für sich die Urheberschaft reklamieren wollen. Das ist eine Politik der Kraft- und Mutlosigkeit, welche die Bürger nicht begeistert.

Beachtlich ist das Abschneiden des bürgernahen und unabhängigen Kandidaten Christoph Ferch, der Liste Bürger für Salzburg und der ebenfalls erst seit 2014 tätigen Neos-Stadträtin Unterkofler, welche mit ihrem bescheiden geführten Wahlkampf offensichtlich einen enormen Zuspruch für ihre Politik erfahren haben.

Dass die FPÖ mit ihrem Spitzenkandidaten ihr schlechtestes Ergebnis aller Zeiten einfuhr, verwundert ob der Profillosigkeit und nur offiziell befriedeten Diadochenkämpfe nicht wirklich. Die Zeit des Verhinderns, des Blockierens, des Verschandelns und Gefährdens der Weltkulturerbe-Stadt geht mit der Ära Padutsch hoffentlich zu Ende.

Der SPÖ-Kandidat Auinger hat diesen rot-grünen Stillstand mitzuverantworten und es ist fraglich, wie er eine Veränderung glaubwürdig herbeiführen will. ÖVP-Kandidat Preuner muss ebenso erst zeigen, in welche Richtung die Stadt entwickelt werden soll, welche Lösungen er bereithält. Der Schlüssel zum Erfolg eines prosperierenden Lebensraumes liegt im Überwinden der Kirchturmpolitik und dem verstärkten Zusammenarbeiten mit den Umlandgemeinden.

Mag. Dorothea Fiedler
Klubobfrau Wirtschaftsliste Salzburg (RfW)

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