Leserbriefe der WLS

Offener Brief – EKZ-Erweiterung

Sehr geehrter Herr Vizebürgermeister Auinger!

Seit geraumer Zeit sind Sie und andere Helfershelfer unterwegs um einem Speckgürtel-EKZ auf der ehemals grünen Wiese eine weitere gigantische Erweiterung zu ermöglichen. Dies alles gegen sämtliche nationale und internationale Fakten, welche unmissverständlich dagegen sprechen.

Tatsache ist, dass insbesondere Salzburg bereits mit der höchsten EKZ Flächendichte pro Einwohner europaweit zugedeckt ist. Damit einhergehend sind die Verkehrsströme, das Nahversorgersterben in Stadt und Land schreitet zügig voran, insbesondere Frauen werden in die Teilzeit gedrängt mit der darauf folgenden Altersarmut im Pensionsfall. Dies sind  nur einige Beispiele.

Trotzdem gehen Sie mit ihren eingefrorenen Posthorntönen hausieren und bringen hanebüchene „Argumente“ aufs Tapet wie z.B. dort gäbe es schon ein Postamt,  daher …

Apropos Post: Es wäre besser, Sie würden sich um eine Verbesserung der Post in Stadt und Land kümmern, damit eine Briefsendung von A nach B überhaupt ankommen kann.

Darüber hinaus beloben Sie das Vorhandensein eines Polizeiwachzimmers im selbigen EKZ, während andernorts die Schlüssel in die falsche Richtung umgedreht wurden. Zur „Erheiterung“, selbiger Polizeiposten ist sogar mit einem Dienst-Roller ausgestattet.

Diese auszugsweisen Fakten teile ich Ihnen mit, obwohl ich der Überzeugung bin, dass Sie beratungsresistent sind. Trotzdem empfehle ich Ihnen zur Güte die jüngste SIR-Info 2/2017, Seite 4 zur Lektüre (liegt bei).

Eine Anmerkung sei Ihnen auch noch ins Stammbuch geschrieben. Ein im von Ihnen so gepriesenen Speckgürtel angesiedelter Möbelmulti wurde von der EU-Kommission zur Zahlung von 1 (einer) Milliarde Euro verpflichtet, beruhend auf Steuervermeidungen. Andere ansässige Betriebe wurden laut Printmedien von der österreichischen Kartellbehörde zu saftigen Strafen wegen verbotenen Preisabsprachen verdonnert.

Zu den von Ihnen hoch gelobten Erweiterungsplänen war in einem Printmedium zu lesen, dass es bereits Hintergrundgespräche gab, um nach der Landtagswahl mit Hilfe der ÖVP das zurzeit geltende ROG zu sistieren. Das ist „wahre Demokratie“.

Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Natürlich gilt für alle die Unschuldsvermutung.

Zum Politischen:

Vor der Bürgermeister–Stichwahl haben Sie ausgesagt, sofern Sie selbige verlieren, würden Sie zurücktreten. Ein nicht unerheblicher Teil der Wählerschaft wartet sehnsüchtig auf die Einlösung ihres Versprechens. Dass die ÖVP durch den bisher weithin unbekannten Herrn Mayer angekündigt hat, nach der Wahl auf ihre Schmalspurbahn aufzuhüpfen, macht die Sache auch nicht besser. Genauso wie die Tatsache, dass Frau Svazek (FPÖ) bei den KMU die Klinken  drückt und gleichzeitig die Sache der Multis besorgen will. Ein besonderes „Schmankerl“ ist auch, dass die besagten EKZ-Betreiber Mautbefreiung für das zu ihren Bereichen führende Autobahnteilstück fordern, während Sie und ihre SPÖ die mehr als 60.000 Pendler, welche in der Stadt Arbeitsplätze haben, mit einer Pendlermaut abzocken wollen. Motto „Wir holen uns was uns zusteht“. Es bleibt nur zu hoffen, dass der gewählte Bürgermeister Harry Preuner zu seinem Wort steht und den angeführten Unsinn nicht mitmacht. Zumindest diesem Handschlag hat Preuner u. a. die Wahl zum Bürgermeister zu verdanken.

Für Sie, ÖVP-Mayer und FPÖ-Svazek gilt wohl das Wort Konrad Adenauers: „Wir leben alle unter dem gleichen Himmel, aber wir haben nicht alle den gleichen Horizont.“

Nach dem Scheitern der Jamaika-Koalitionsverhandlungen in der BRD sind Sie offensichtlich unterwegs eine „Simbabwe-Koalition“ zu schmieden. Fehlt nur noch der blaue Rand. Zu hoffen bleibt, dass dieses Unterfangen genauso zum Scheitern verurteilt ist, wie der Blick über die Grenzen beweist.

 Mit bestem Gruß,

 Komm. Rat Helmut Haigermoser
Ehrenobmann des Ringes freiheitlicher Wirtschaftstreibender (RfW) – Salzburg 

P.S.:
Herrn ÖVP-Mayer empfehle ich über das Türkis einen ordentlichen Pinselstrich schwarz drüber zu malen und Sie Herr Vizebürgermeister, setzten die drei Pfeile drauf.

 

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