Handel

Volksabstimmung über EKZ-Erweiterung!

Salzburg heute berichtete diese Woche über die Verlängerung der wichtigen Landesförderung für Nahversorger. Eine gute Entscheidung! Bis zu 35.000 Euro werden für Neuansiedlung oder Ausbau zugesprochen. Interessant war dennoch die Aussage von ÖVP-Landeshauptmann Haslauer, man dürfe die Großen nicht unbeschränkt größer werden lassen. Was heißt das jetzt genau?

Sein ÖVP-Landesgeschäftsführer LAbg. Mayer ließ nämlich erst vor kurzem verlauten, dass nach der Landtagswahl der Europark zum x-ten Mal erweitert werden soll. Die Obfrau der Salzburger FPÖ und  Wunschkoalitionspartnerin ist hier bereits in die Presche gesprungen und hat sich für die Erweiterung der Verkaufsflächen zum Schaden des restlichen Landes ausgesprochen. 

Nahversorgersterben, weitere Betriebsschließungen, Ortskernsterben, schwer zu wiederbewirtschaftende Leerstände, EKZ-Konzentrationen an den Gemeindeeinfahrten, Verschandelung der Landschaft, Umfahrungsstrassen der Umfahrungsstrassen, Verlust regionaler Arbeitsplätze, Pendlerproblematik, Abwanderung, Schließung von Kindergärten und Schulen, zunehmende Perspektivlosigkeit der Landbevölkerung Verdrängungswettbewerb, Konzernausbreitung, Teilzeitarbeit mit Pensionsfalle Altersarmut, Steigen der Immobilienpreise und Wohnungsnot in den Ballungsräumen insbesondere in der Landeshauptstadt stehen mit jeder EKZ-Erweiterung in direktem Zusammenhang.

Daher sollten ÖVP und FPÖ das Volk über eine Erweiterung des EKZ-Europark abstimmen lassen, wie das die Stadtväter der deutschen Stadt Duisburg letzten Herbst machten. Sie haben erkannt, dass das Volk der „Chef“ ist und nicht die Politiker! 

Mag. Dorothea Fiedler
Klubobfrau Wirtschaftsliste Salzburg (RfW)
Obmann-Stv. Bundessparte Handel a. D.

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