Leserbriefe der WLS

Entgegnung zu ORF-Beitrag „Immer mehr Opfer von Menschenhandel“

Die ORF-Berichterstattung hat einen neuen Tiefpunkt erreicht. In einem Beitrag der ZIB 1 vom 30.10.2018 wird über den Menschenhandel in Österreich berichtet. Die Einspielung zeigt eine Pflegehandlung an einer hilfsbedürftigen alten Dame, währenddessen die Sprecherin von einer Mutter aus Rumänien erzählt, welche im Ausland Arbeit sucht und von einem Pflegedienst angeworben und ausgebeutet wird.

Unter der Bezeichnung der modernen Sklaverei wird weiter der Berufsstand der Organisation von Personenbetreuern, welcher die sogenannten 24-Stunden-Pflegerinnen vermittelt, kriminalisiert.

Dieser bösartigen und unsachlichen Berichterstattung ist sachlich entgegenzuhalten, dass sowohl alle Agenturbetreiber, welche die aus Osteuropa stammenden Betreuerinnen vermitteln, als auch diese selbst Mitglieder der Wirtschaftskammer sind. Sie erfüllen einen nicht mehr wegzudenkenden Beitrag in der häuslichen Pflege und erwirtschaften dabei ein Einkommen, das SV- und einkommenssteuerpflichtig ist.

Die Agenturen organisieren die Betreuerin, sorgen sich um die reibungslose An- und Abreise, sie stellen im Bedarfsfall rasch eine Ersatzbetreuung, erledigen Amtswege und intervenieren für die Betreuerinnen bei Behörden. Aufgrund der hohen Sensibilität und Erfordernisse hat der Berufstand Standesregeln zur Qualitätssicherung erstellt, welche der ORF, auf sich bezogen, offenbar verloren hat.

Thomas Naglseder
Betreiber einer Pflegeagentur in Salzburg

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