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Fachkräftemangel, was machen Regierung und WKÖ?

Das Ö1-Interview von WKÖ-Präsident Mahrer treibt einem die Zornesröte ins Gesicht. Zustimmung zu der – auf einmal – möglichen Lösung für die betroffenen Asylwerber und Unternehmen über das humane Bleiberecht.

Aber den Fachkräftemangel mit einer exzessiven Anheuerung Jugendlicher aus dem Nahen Osten und Asien bekämpfen zu wollen, kann doch nicht ernst gemeint sein. Präsident Mahrer, Nicht genügend, setzen.

Seit Jahrzehnten geht die Bildungspolitik in die falsche Richtung. Konstant über 25 Prozent Analphabeten unter den Pflichtschulabsolventen, überfüllte Studiengänge, arbeitslose Akademiker und die tendenziöse Vermittlung, Händearbeit sei minderwertig.

Ebenso lang gibt es die Debatte um die viel zu hohen Lohnnebenkosten. Nettolöhne von denen die Menschen nicht mehr gut leben können und Bruttolöhne, welche die Unternehmen überfordern. Ist das die Leistung des ÖVP-Wirtschaftsbundes, welcher die WKÖ-Präsidenten stellt und der ÖVP, welche ununterbrochen seit 31 Jahren in der Regierung sitzt?

Der verstorbene deutsche Altkanzler und Sozialdemokrat Helmut Schmidt sagte zum Fachkräftemangel: „Einstweilen gibt es noch genügend Kinder, einstweilen gibt es in der EU Freizügigkeit. Es gibt keinen Mangel an Menschen bei uns, das ist ein Irrtum. Die Zuwanderung aus fremden Zivilisationen schafft mehr Probleme als sie uns am Arbeitsmarkt positive Faktoren bringen kann.“

Es ist also höchste Zeit, das völlig fehlgeleitete Bildungssystem von Grund auf zu erneuern, den Faktor Arbeit zu entlasten, damit netto mehr bleibt und die Bürokratien einzudämmen. Herr Präsident Mahrer, diese Rahmenbedingungen benötigen wir!

Josef Fritzenwallner
Landesobmann der Wirtschaftsliste Salzburg (RfW)

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