Klein-LKW

A N T R A G

WIRTSCHAFTSPARLAMENT der WIRTSCHAFTSKAMMER SALZBURG
am 27.04.2004

Globalisierung, Osterweiterung der EU, zunehmender Konkurrenzdruck, sowie ständig neue Bürokratien verlangen insbesondere von der mittelständischen Wirtschaft stete Anpassung und Flexibilität.

Die KMU können nur dann bestehen, wenn gewisse Nischen besetzt werden können. So z. B. ist es beim Handel im Zustellungsbereich oder auch im produzierenden Gewerbe notwendig, auf die Kundenwünsche ohne Wenn und Aber rasch eingehen zu können.

Einer derartigen Herausforderung des Marktes widerspricht es, wenn jetzt neuerdings die Forderung auftaucht, die sogenannten Klein-LKW den gleichen Vorschriften, wie sie den „Brummis“ aufgebürdet sind, zu unterwerfen. Als praktisches Beispiel für diese wirtschafts- und mittelstandsfeindliche Forderung möge Folgendes dienen:

„Ein Lieferant für Tiefkühlware erhält eine Blitzbestellung seitens der Gastronomie; wegen eines unvorhergesehenen Geschäftsganges muß die Anlieferung am Wochenende passieren, weil im Skigebiet der Bedarf zu decken ist.“

Der Mittelständler, welcher nur durch große Kundenfreundlichkeit gegenüber den Multis bestehen kann, wäre bei Einführung der „Brummi“-Bestimmungen für Klein-LKW nicht in der Lage, dem Kundenwunsch nachzukommen. Die drohenden Folgen brauchen wohl nicht näher beschrieben zu werden.

Schon aus diesen wenigen angeführten Gründen ist klar, daß die „Hetzjagd“ auf die Klein-LKW abzulehnen ist und daher stellen die unterfertigten Mitglieder des Wirtschaftsparlamentes Salzburg folgenden

A N T R A G
Alle zuständigen Organe der WKÖ sowie die gesetzgebenden Organe werden aufgefordert, die bisherige Regelung für Klein-LKW beizubehalten, um so Marktnischen für die KMU weiter besetzen zu können. 

WP-Del.                                                                                          WP-Del.
Dietmar Prem                                                                    Komm. Rat Gerhard Höggerl

 Salzburg, 2004-03-31

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