Preisvergleich

A N T R A G

WIRTSCHAFTSPARLAMENT der WIRTSCHAFTSKAMMER SALZBURG
am 25. April 2006

 

Billig, billig, billig muss alles sein. Geiz sei geil, wird geworben. Auch in der Sprachkultur wird gespart – freilich alles nur zum Wohle des Konsumenten. Viele Salzburger aus den Bezirksgauen fahren an den so genannten Speckgürtel der Stadt, weil sie annehmen, dort preisgünstiger einkaufen zu können als in ihrer mittelbaren Nähe.

Das Preisniveau im Einzelhandel steht also immer wieder im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses. Das Recht auf (Billig-)Konsum scheint über allen anderen Lebensbereichen zu stehen. Die fehlgegangene Raumordnungspolitik der vergangenen Jahre hat zumindest indirekt eine Landflucht im Konsumverhalten der Bevölkerung mit verursacht.

Dass mit dem Kaufverhalten der Endverbraucher – weite Anfahrten zumeist über den PKW-dominierten Individualverkehr – die billig angepriesenen Konsumgüter im Vergleich zu dem regionalen Konsum letztendlich teurer werden, wird in der öffentlichen Diskussion selten berücksichtigt.

Die unterfertigten Delegierten des Wirtschaftsparlamentes Salzburg stellen daher folgenden

A N T R A G :
Das Präsidium der Wirtschaftskammer Salzburg wird aufgefordert, an die Landesregierung heranzutreten und diese aufzufordern, im Bundesland Salzburg eine Erhebung von Preisen von vergleichbaren Produkten durchzuführen. Die Bevölkerung soll dann in einer breiten Kampagne über die Ergebnisse informiert werden.

Mag. Dorothea Fiedler                                                                          Peter Fuschlberger
WP-Del.                                                                                                     WP-Del.

Salzburg, am 3. April 2006

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