Probleme mit Chaletdörfern

Probleme mit Chaletdörfern

In „Salzburg heute“ vom 31. März macht Altbürgermeister Sulzberger aus Filzmoos seine strikte Ablehnung von Chaletdörfern für seine Abwahl mitverantwortlich. Er berichtet vom zunehmenden Druck ansässiger Grundeigentümer, Parzellen an ausländische Investoren veräußern zu wollen. 28 Jahre hat Bürgermeister Sulzberger den Ausverkauf hintanhalten können. Dazu ist ihm ernstlich zu gratulieren.

Der Tourismus ist im ländlichen Raum, insbesondere Innergebirg Arbeitgeber Nummer eins. Die Regionen schöpfen ihre wirtschaftliche Stärke ausschließlich daraus. Allerdings gefährden die Chaletdörfer die regionale Wirtschaft auf drei Ebenen: den Tourismus als regionalen Wirtschaftsmotor, die Einheimischen verlieren unter Preisanstieg die wenigen Baugründe und die Landflucht wird verstärkt.

Daher steht die Landespolitik in der Verantwortung, eine enkeltaugliche Raumordnung zu beschließen. Diese muss dringend von den Gemeinden auf eine übergeordnete Ebene gebracht werden. Der scheidende Filzmooser Bürgermeister und ganz wenige seiner Kollegen sind rühmliche Ausnahmen, der Rest orientiert sich an den Verlockungen des raschen Geldes. Ein Jammer!

Josef Fritzenwallner

Landesobmann Wirtschaftsliste Salzburg (RfW)

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