Leserbriefe der WLS

Recht auf 4-Tage-Woche

Wieder einmal haben sie sich geeinigt, die „Sozialpartner“. Was als gute österreichische Lösung aussieht, wird bei näherer Betrachtung als neuerlicher Sargnagel für den inhabergeführten Qualitätshandel erkennbar.

Das „Recht auf die 4-Tage-Woche“ von den ÖVP-Wirtschaftsbündlern auf dem Altar der „Sozialpartnerschaft“ hingelegt, ist genau jener Vorlauf, welcher z.B. in Italien und Frankreich das Sterben der Nahversorgung auf dem flachen Land eingeläutet hat. Damit verbunden ist ein weiterer Zug zu Teilzeitarbeit insbesondere für die Frauen. Mit all den fatalen Folgen für eine steigende Altersarmut. So weit geht offenbar die Weitsicht der Verhandler nicht.

Wieder einmal liegt der Teufel im Kleingedruckten. Die ÖGB-ler sind sowieso außer Rand und Band. Und der ÖVP-Wirtschaftsbund, welcher in der letzten Legislaturperiode die Sonder-USt. von 13 Prozent auf den Adventkranz und Theaterkarten abgenickt hat, setzt auf die Vergesslichkeit der Unternehmen.

Herr Chefverhandler von der ÖVP Buchmüller: Nicht genügend, setzen! Nachdem auch in der Volksschule das Notensystem wieder eingeführt wurde, eine glatte 5. Nächstes Jahr können sie sich in trauter Zweisamkeit dann die 3-Tage-Woche vornehmen, so lange bis der Vorschlag der Grünen in Deutschland Platz greift, welcher lautet: Ein arbeitsloses Grundeinkommen für alle!

Mag. Dorothea Fiedler
Klubofrau Wirtschaftsliste Salzburg (RfW)

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