Reformbedarf auch in der WK!

Reformbedarf auch in der WK!

ÖVP-Klubchef Wöginger beklagt in den Salzburger Nachrichten die Wahlbeteiligung bei den laufenden AK-Wahlen von unter 40 Prozent. Deshalb müsse das Wahlsystem der AK „komplett“ überarbeitet werden. Er fordert eine „neue Zusammensetzung“ der AK und einen bundeseinheitlichen Wahlsonntag.

Nachdem die ÖVP-FPÖ-Bundesregierung den Kammerzwang nicht angreifen wird, bleibt zu hoffen, dass der reformeifrige ÖVP-Klubchef und ÖAAB-Obmann Wöginger den Augiasstall der Wirtschaftskammer auch auf die Agenda setzt.

In über 60 (sechzig) Fachgruppen gibt es unterschiedliche Wahlrechte. In Salzburg konnten bei der WK-Wahl 2015 bspw. 3253 Gastronomen 24 Mandatare wählen. Bei voller Wahlbeteiligung kostete ein Mandat folglich 135 Stimmen. Bei den Schienenbahnen hingegen waren für ein Mandat nur 2 (zwei) Stimmen erforderlich, bei immerhin 3 (drei) Wahlberechtigten: ÖBB (rot), Land Salzburg (schwarz) und Salzburg AG (schwarz). Gleiches und geheimes Wahlrecht? Fehlanzeige! Von der mangelnden Transparenz bei den Finanzen ganz zu schweigen! Übrigens, die Wahlbeteiligung bei den WK-Wahlen, o.a. Bsp. mal 9 Länder plus Bundeskammer, lag ebenfalls unter 40 Prozent. Grund genug, um tätig zu werden oder etwa nicht?

 

Josef Fritzenwallner

Landesobmann Wirtschaftsliste Salzburg (RfW)

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