Leserbriefe der WLS

Rote Karte für den Aufsichtsrat!

Der Aufsichtsrat der Salzburg AG quittierte die „Punktation zum Rollenverständnis von sozialdemokratisch gesinnten Führungskräften“ mit der gelben Karte. Schlimmer geht es wohl kaum noch. Da wird in einem öffentlichen Unternehmen ein Parteibuchkodex aufgelegt und man beeilt sich nach Auffliegen dieser unglaublichen Packelei zu erklären, dass bei Stellenvergaben bzw. Karrieresprüngen ohnehin objektiv nach Qualifikation entschieden würde. Alles also in bester Ordnung, wie der Aufsichtsrat befindet. Mitnichten.

Dieser Aufsichtsrat muss sich ernsthaft die Frage stellen, ob er tatsächlich im Interesse der Mehrheitseigentümer, diese sind die Bürger das Landes Salzburg und der Stadt Salzburg, handelt. Vom Schweigen der SPÖ- und ÖVP-Aufsichtsräte abgesehen hielt es z. B. die grüne LH-Stv. Dr. Rössler für angebracht als erstes den roten Vorstand durch einen grünen auszutauschen, schließlich ist man ja im Zentrum der Macht angekommen.

Der Aufsichtsrat hätte anderes zu leisten. Strom und Energie sind viel zu teuer. Der Aufsichtsrat hat für erschwingliche Preise zu sorgen, damit die Mieten wieder leistbar werden. Die Preise an der Strombörse in Leipzig sind seit Jahren konstant nieder, nur beim Verbraucher kommt das nicht an.

Die jüngste Vorgangsweise zeigt, dass Politiker die Pflichten als Aufsichtsräte nicht im gewünschten Umfang erfüllen. Es gibt sehr gut ausgebildete Bürger, die den Erfordernissen eines Aufsichtsrates gewachsen sind und sich der Verantwortung ohne Rücksicht auf Parteiinteressen stellen können. Die Forderung lautet daher Politiker raus aus allen Aufsichtsräten.

Komm. Rat Christian Kittl
Generalsekretär der parteifreien und
unabhängigen Wirtschaftsliste Salzburg

Posted in Autobus-, Luftfahrt- & Schifffahrtunternehmen, Kittl, Christian, Presseaussendungen, Transport and tagged , .