Schlechte Nachricht zum Tag der Arbeitgeber: Die Steuerentlastung hält maximal 3 Jahre

Schlechte Nachricht zum Tag der Arbeitgeber: Die Steuerentlastung hält maximal 3 Jahre

Kalte Progression, Pensionsfinanzierung und Verwaltungsreform bleiben ungelöst!

(Salzburg, 29. April 2019) „Auch diese Regierung inszeniert ihre Steuerreform, 8,3 Milliarden Euro solle sie ausmachen, doch in Wahrheit wird den Steuerzahlern nur ein Teil der bereits bitter geleisteten Steuern zurückgegeben“, stellte Josef Fritzenwallner, Landesobmann der Wirtschaftsliste Salzburg (RfW) fest.

Die Steuerreform werde bspw. bei einem Bruttolohn von 2500 Euro bis zu 750 Euro pro Jahr an Entlastung bringen, womit lediglich die Erhöhungen durch die kalte Progression seit der letzten Steuerreform ausgeglichen würden. Eine nachhaltige Reform müsste daher mindestens dreimal so hoch entfallen.

Fritzenwallner dazu: „Die Entlastung klingt zwar vielversprechend, doch auch diese Reform, haben die Steuerzahler, somit die Unternehmen über die kalte Progression längst vorfinanziert. Und die versprochene Abschaffung wurde bis nach 2023 geschoben. Dieses Geld wird weiter im Wirtschaftskreislauf fehlen.“

Knackpunkt für den Obmann der Wirtschaftsliste ist die Intransparenz im Steuersystem: In der Schweiz müssen sich auch unselbständige Erwerbstätige selbst veranlagen und benötigten dazu keinen Steuerberater, während in Österreich niemand wisse, wie hoch das Jahresnetto geschweige denn das Jahresbrutto inklusive des Dienstgeberaufwandes ausmache. Die „Lohnerhöhungsmitschneider“ würden auch weiterhin von diesem System profitieren.

„Zuletzt verkündete der damalige Finanzminister Schelling die „größte Steuerreform der zweiten Republik“ und belastete schlussendlich die Wirtschaft mit neuen Steuern. Sein Nachfolger Löger hofft nun, dass zur Gegenfinanzierung das Wachstum bis 2022 nicht unter 2,5 Prozent rutschen wird. Damit ist klar, dass die Regierung beharrlich an der kalten Progression festhält und auch die großen Brocken Pensionsfinanzierung und Verwaltungsreform ungelöst bleiben“, mahnte der Landesobmann der Wirtschaftsliste Salzburg (RfW), Josef Fritzenwallner vor der Fortsetzung der Belastungspolitik.

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