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Schwarze Boni für schwarze Misswirtschaft!

Der Aufsichtsrat der Salzburg AG, dessen Vorsitzender ÖVP-Obmann LH Dr. Haslauer ist, findet nichts dabei den beiden Vorstandsdirektoren zu ihrem Jahresgehalt von 231.000 Euro Boni von jeweils 90.000 Euro zu gewähren, auch für die nächsten Jahre! Die Salzburg AG hat sich im öffentlichen Interesse für die Stromversorgung, den öffentlichen Verkehr in der Landeshauptstadt plus der wichtigen Lokalbahn sowie der Telekommunikation zu kümmern. Wenn man von der Grundversorgung und dem Tagesgeschäft absieht, kommt sie diesem Auftrag im Interesse der Öffentlichkeit nur unzureichend nach.

Der wichtige Sektor Verkehr wurde, wie die katastrophale Bestandsaufnahme der O-Busse zeigt, über Jahre hinweg ignoriert. Die Bus-Flotte ließ man verrosten, der Bedarf an Chauffeuren wurde nicht evaluiert und die Fahrpläne werden nach wie vor nicht an die Bedürfnisse der Gäste und Pendler angepasst. Der Strom ist so teuer wie nie, dafür werden fragwürdige Experimente mit der E-Mobilität gefördert und ganze Landstriche warten nach wie vor auf sichere Internetverbindungen – die Landflucht wird auch damit weiter befeuert.
Die Eigentümer der Salzburg AG sind zu 42,56 Prozent das Land Salzburg, zu 31,31 Prozent die Stadt Salzburg und zu 26,13 Prozent die Energie AG Oberösterreich (die Hälfte davon hält das Land Oberösterreich). Und was machen die weit über 80 Prozent Eigentümer der öffentlichen Hand? Sie lassen sich die Gewinne ausschütten, um ihre Budgets zu retten oder auf zu fetten, verhindern jede notwendige Bestandspflege, von einer Weiterentwicklung ganz zu schweigen. Das ist reine Misswirtschaft auf dem Rücken der Zwangskunden – Alternativen gibt es ja nicht, welche mehrheitlich von der ÖVP zu verantworten ist. Der Aufsichtsrat und seine Direktoren sind rücktrittsreif!

Josef Fritzenwallner
Landesobmann Wirtschaftsliste Salzburg (RfW)

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