Leserbriefe der WLS

Transparenz auf allen Ebenen!

Marian Smetana hat im SN-Leitartikel ein wichtiges Thema angeschnitten. Die mangelnde Transparenz in Sachen Steuerverwendung von Bund, Ländern und Gemeinden seitens der jeweils Regierenden gegenüber dem Bürger ist ein Übel, welches schleunigst abgestellt gehört.

Hinter diesem Übel verstecken sich – sehr geschickt – die absoluten Transparenzverweigerer, nämlich die im Verfassungsrang befindlichen Kammern. So weigern sich insbesondere Wirtschaftskammern und Arbeiterkammern seit Jahren beharrlich das höchst notwendige Direktinkasso der Zwangsbeiträge, welche in Millionenhöhe zu Buche schlagen, einzuführen. Während die gesetzlich anerkannten Religionsgemeinschaften dies sehr wohl tun, wird bei AK und WK das Pflichtgeld über verschlungene Wege intransparent eingesammelt.

Jüngstes Beispiel der Geheimniskrämerei ist die AUVA-Reform. Die Unternehmen finanzieren das Aufkommen zu 100 Prozent, die Obmänner des „Selbstverwaltungskörpers“ werden über die Wirtschaftskammern vom ÖVP-Wirtschaftsbund entsendet, aber die Unternehmen wurden zu keiner Zeit in die Reform eingebunden, geschweige denn informiert. Das jetzt präsentierte Ergebnis lässt mehr Fragen offen als konkret beantwortet werden. Was hat man zu verbergen? Daher ist die Transparenz in der „zweiten“ Ebene mindestens so wichtig wie in der „ersten“.

Mag. Dorothea Fiedler
Klubobfrau der Wirtschaftsliste Salzburg (RfW)

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